Anna Lapkovskaja

stammt aus Minsk und ist in München aufgewachsen. Sie studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Ihre Gesangs-Ausbildung verdankt sie Maria Janina Hake. Enormes Wissen, Erfahrung und Inspiration der Pianisten Rudi SpringDonald Sulzen und Tamás Kéry begleiteten sie in der Entwicklung zu einer Lied-Interpretin. Neben Ihrem Studium, im Jahr 2008 gewann die Sängerin in München den 1. Preis beim Wettbewerb des Kulturkreises Gasteig. 2010 nahm sie den 3. Preis beim Internationalen Leyla Gencer Voice Compitition in Istanbul entgegen. Sie war Mitglied der Förderung Yehudi Menuhin (Live Music Now).

Sie debütierte an der Staatsoper Berlin 2011 in der Rolle der Mascha in Eötvös' Tri Sestri. Daraufhin folgten 2012-2016 unter dem Dirigat von Daniel Barenboim die Rollen des Gymnasiasten in Berg's Lulu, Floßhilde in Wagner's Das Rheingold und Götterdämmerung, Dunja in Rimski-Korsakow's Die Zarenbraut, Magdalene in Die Meistersinger von Nürnberg. Sie war in Janáček's Katja Kabanowa in der Rolle der Varvara unter der Leitung von Sir Simon Rattle zu hören.

Neben ihrer Operntätigkeit widmet sich die Künstlerin intensiv dem Konzert- und Lied-Gesang. Sie trat u.a. mit Brahms' Alt-Rhapsodie, Rossini's Stabat mater , Mahler's Kindertotenlieder, Wagner's Wesendonck-Lieder sowie den beiden großen Bach-Passionen auf. Mit der Staatskapelle Berlin war sie mit Mahler's Das Lied von der Erde zu hören. In der Berliner Philharmonie unter Daniel Barenboim sang sie Boulez' Le visage nuptial und Debussy's Le Martyre de Saint Sébastien. Mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sascha Goetzel sang sie Verdi's Messa da Requiem und Berlioz' Les nuits d'été

Zukünftige Engagements beinhalten u. a. das Debüt als Preziosilla in Verdi's La forza del destino an Ópera Nacional de Chile. Am Deutschen Nationaltheater Weimar ist sie als Dorabella in Mazart's Cosí fan tutte zu erleben. In Münchner Herkulessaal und Berliner Dom singt sie Verdi's Messa da Requiem. Unter der Leitung von Sir Simon Rattle ist sie in Janáček's Glagolitische Messe in der Staatsoper Unter den Linden zu hören.

Die Mezzosopranistin gab ihr Operndebüt 2010 am Staatstheater Nürnberg . Sie trat in der Titelrolle der Bizet's Carmen, Suzuki in Puccini's Madame Butterfly, Marchesa Melibea in Rossini's Il Viaggio a Reims auf. In der Uraufführung von Glanert's Das Holzschiff übernahm sie die Rolle des Gustav Anias Horn.

Am Teatro alla Scala di Milano und bei den BBC Proms in London debütierte die Mezzosopranistin in 2013. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden in 2015 gab die Sängerin ihre Rollendebüts als Rosina in Rossini's Il barbiere di Siviglia und Adalgisa in Bellini's Norma. Bei den Bayreuther Festspielen 2015 trat sie mit Floßhilde und 1. Norn unter Kirill Petrenko auf. Mit ihm am Pult kehrte die Sängerin 2016 als Sonjetka in Schostakowitsch's Lady Macbeth von Mzensk an die Bayerische Staatsoper zurück. In der Neuproduktion Die Meistersinger von Nürnberg an der Mailänder Scala sang sie 2017 die Magdalene unter Regie von Harry Kupfer. Ihr Debüt mit den Berliner Philharmonikern gab die Sängerin 2017 in Janáček's Das schlaue Füchslein als Dackel/Frau Pasek erneut mit Sir Simon Rattle. Im selben Jahr mit dem MDR Sinfonieorchester im Gewandhaus gab sie die Titelpartie in Bizet's Carmen. In der Spielzeit 18/19 debütierte die Sängerin im Teatro Colón als Mascha in Eötvös' Tri Sestri.

 

Sie arbeitete mit Regisseuren wie Harry Kupfer, Andrea Breth, Peter Sellars und Dmitri Tcherniakov zusammen.